LASERSCANNING „TO GO“

Kapitel 3: MOBILITÄT UNTER SCHWIERIGEN UMSTÄNDEN

MOBILITÄT UNTER SCHWIERIGEN UMSTÄNDEN

Die Arbeit im Gleisumfeld und das gleichzeitige Erfassen der Realität im Rahmen des Projekts brachte viele Herausforderungen mit sich. Von tief hängenden Oberleitungen bis hin zu begrenztem Raum um Waggons gibt es klare Einschränkungen für klassische Vermessungsmethoden. Für die Arbeit am Gleisprojekt musste Prisma Van Steenis Messungen durchführen, während das Betriebswerk im Einsatz war, daher bestand ein echtes Risiko für Zusammenstöße sowie Gesundheit und Sicherheit. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ist der Risikobereich (das Bahngleis) für die Vermessungsingenieure nicht zugänglich und normalerweise dürfen dort keine Inspektionen durchgeführt werden. Prisma van Steenis benötigte eine sichere, schnelle und genaue Lösung für die Erfassung von Punktwolken und 360°-Bildern, die für dieses Scanprojekt erforderlich waren. Die Vermessung musste schnell durchgeführt werden, um Kosten und Anlaufzeiten zu reduzieren.

Der Einsatz des Pegasus:Backpack bot der Prisma Group im Vergleich zu herkömmlichen Methoden zahlreiche Vorteile: Die Vermesser waren auf den Gleisen wesentlich sicherer und mussten den Risikobereich nicht betreten. Außerdem mussten sie bei Einbruch der Dunkelheit keine Messungen durchführen, denn auch solche Messungen sind aufgrund der eingeschränkten Sichtweite gefährlich. Der Pegasus:Backpack war die perfekte Lösung. Distanzen konnten also mit maximaler Effizienz gemessen werden, ohne gefährliche Bereiche zu betreten. Mit nur einer Messung mit dem Pegasus:Backpack standen dem Vermesser die korrekten, aktuellen und vollständigen Informationen noch am gleichen Tag zur Verfügung. Die Messungen mit dem Pegasus:Backpack sind überaus genau und zählen zu den besten ihrer Klasse.

Die Ergebnisse des Projekts wurden mit traditionellen terrestrischen Vermessungen verglichen (es dauerte mehrere Tage, um diese abzuschließen), und die Ergebnisse des Pegasus:Backpack waren sehr beeindruckend. Die Unterschiede zwischen dem Scan des Backpacks und den digitalen Vermessungen betragen etwa 3 Zentimeter auf einer absoluten Ebene und die relativen Ergebnisse sind sogar noch besser (im mm-Bereich). Die erfassten 3D-Daten können verwendet werden, um einen zuverlässigen Entwurf des neuen Bahngleislayouts zu erstellen. Die neuere Technologie ermöglichte es den Vermessungsexperten außerdem, die gesamte Vermessung innerhalb von drei Stunden durchzuführen – normal würde dies fünf Tage dauern. Außerdem konnte der Auftragnehmer Kosteneinsparungen von fast 50 Prozent erzielen. Der Vorteil des Scannings besteht darin, dass die Gesamtsituation erfasst wird, so lassen sich Details, die erst übersehen wurden, bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt anhand der Punktwolke bestimmen.

„Der Einsatz von tragbaren Sensorsystemen zur Realitätserfassung hat es uns ermöglicht, zahlreiche Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Vermessungstechniken zu realisieren“, berichtet Prisma-Geschäftsführer Klaas de Weerd. „Mit dem Leica Pegasus:Backpack war jede einzelne Stelle im Bahnbetriebswerk erreichbar. Außerdem konnten wir auf zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen verzichten, da wir gar keine hochgefährlichen Bereiche betreten mussten: wir konnten die Daten einfach aus sicherer Entfernung erfassen. Und schließlich konnten wir durch die fehlerfreie Datenerfassung in einer Ausgangsvermessung viel Zeit sparen und künftige Änderungen am Plan genau nachverfolgen.“

Eine Version dieser Geschichte erschien bereits bei GIM International: http://www.gim-international.com/ 

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Story: Laser Scanning "To Go"
Kapitel 1: Einführung
Kapitel 2: Fokus auf Gleiswegscanning
Kapitel 3: Mobilität unter schwierigen Umständen

Reporter 76

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