Mobile Kartierung im Eilzugtempo

Mobile Kartierung im Eilzugtempo

Mit 639 Kilometern Schiene, 16 Tunneln und 35 Bahnhöfen bildet die Midland Mainline (MML) seit 1870 einen wichtigen Teil des britischen Streckennetzes.

Durch regelmäßige Instandhaltungs- und Ausbauarbeiten wird die MML auf dem neuesten Stand gehalten, um optimale Zuggeschwindigkeiten zu  unterstützen.  Im  Rahmen  dieser  Vorhaben waren erhebliche Änderungen am  Bahnhof Market Harborough im englischen County Leicestershire geplant, um einen störenden Knick in der Streckenführung zu beseitigen. Das Projekt erforderte die Vermessung von acht Kilometern der Hauptstrecke einschließlich der hochgenauen Erfassung von Spurweite, Lichtraumprofilen, Entwässerungsleitungen und topografischen Details der Abwasserführung.

Das Vermessungsunternehmen Severn Partnership aus Shrewsbury wurde mit der Erfassung der benötigten Daten betraut.


MOBILES KARTIERUNGSSYSTEM LIEFERT DATEN  IN VERMESSUNGSQUALITÄT

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Severn Partnership arbeitet bereits seit 2010 an verschiedenen MML-Ausbauvorhaben mit. Neben seiner Kompetenz und langjährigen Erfahrung in der Vermessung von Bahnstrecken benötigte das Unternehmen  eine  zuverlässige, kosteneffiziente Technologie zur Erfassung topografischer Details entlang des acht Kilometer langen  Geländes um den Bahnhof Market Harborough. Mit dem mobilen Kartierungssystem Leica Pegasus:Two konnten Daten in Vermessungsqualität einschließlich topografischer Details erfasst und die Beeinträchtigungen des Zugverkehrs auf ein Minimum reduziert werden.

Bei der mobilen Kartierung  werden Laserscanning-Technologie mit GNSS und Bewegungssensoren in einer Einheit kombiniert, die sich einfach auf jeder Art von Fahrzeug anbringen lässt. Bei der Arbeit im Schienen- und Bahnbereich empfiehlt Leica Geosystems die Verwendung einer zweiten GNSS-Antenne. Das Leica Pegasus:Two-System erfordert eine lückenlose GNSS-Abdeckung zur Gewährleistung einer präzisen dynamischen Leistung des Inertialmesssystems (IMU), das laufend kalibriert wird, um jegliche Abweichung zu vermeiden.

Das auf einem motorisierten Schienenfahrzeug für  den Personentransport  angebrachte System erfasste mittels 3D-Laserscanning eine Punktwolke sowie Bilddaten. Bei einer Geschwindigkeit von 16  Stundenkilometern  konnten  alle  benötigten Daten in einem einzigen, dreistündigen Messvorgang gesammelt werden. Anschließend wurden die Daten  in aller Ruhe  am Schreibtisch digitalisiert

Zur Wahrung höchster Genauigkeit wurde  die Punktwolke anhand der neu  verfügbaren Spurweitenmessung mit dem Vermessungsnetz des Geländes verknüpft. Die gescannten Gleise wurden automatisch mit den auf herkömmliche Art vermessenen Schienensträngen abgeglichen. Dadurch ergab sich eine Genauigkeit von unter zehn Millimetern relativ zur Spurweite.

„Der Einsatz des Leica Pegasus:Two für das MML- Ausbauvorhaben hat uns viel Zeit und Geld gespart“, ist sich Rollo Rigby, der stellvertretende Leiter von SevernPartnership, sicher.


HÖHERE SICHERHEIT DURCH MOBILE KARTIERUNG

The Pegasus:Two offered survey grade accuracy and high resolution images required for the project specification. Its versatility in being mounted on to any kind of vehicle enabled it to be mounted to

Das Pegasus:Two-System lieferte die für das Projekt erforderlichen Daten in Vermessungsqualität und hochaufgelösten Bildern. Sein flexibles Anwendungskonzept erlaubt die Anbringung auf Autos und Schienenfahrzeugen gleichermaßen, sodass Daten nicht nur unmittelbar an der Bahnstrecke, sondern auch in der Umgebung gesammelt werden konnten. Durch die Nutzung des Pegasus:Two  konnte  die  gesamte  Datenerfassung in nur einem Arbeitsgang an einem einzigen Wochenende erledigt werden, anstatt mehrere Wochenenden in Anspruch zu  nehmen.
 
Außerdem mussten sich weniger Personen in das potenziell gefährliche Schienenumfeld begeben, wodurch die Unfallgefahr verringert wurde. Alle Details – von der Abwasserführung über Bettungs- und Lichtraumprofile bis hin zum Bewuchs – wurden rasch und effizient  ohne zusätzliche Besuche vor Ort aufgezeichnet. Dem Projektteam wurden darüber hinaus Bilddaten vom  Gelände in einer Art „Street View“-Ansicht zur Verfügung gestellt, was den Bedarf an Ortsterminen weiter reduzierte.

„Bei diesem Vorhaben konnten wir durch mobile Kartierung unsere Arbeitszeit auf den Schienen verringern und dadurch die Sicherheit des Teams wesentlich erhöhen“,  zieht Rigby zufrieden Bilanz.

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