Vom Laserscanner in Büro – praktisch in Echtzeit

Case Study

Autor: Joost Assendelft

Zum sicheren und zuverlässigen Transport von Gas zu den Endabnehmern verfügen die Niederlande über ein gut ausgebautes Gasversorgungsnetz. Damit die ungehinderte Gasversorgung gewährleistet ist, muss das Netz laufend gewartet werden. Deshalb führt Gasunie, der Betreiber eines europäischen Fernleitungsnetzes, in dem Erdgas und Biogas durch die Niederlande und Norddeutschland transportiert werden, täglich Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten am Hauptnetz und den regionalen Netzen durch.

Das niederländische Netz setzt sich zusammen aus:

  • 12.500 Kilometern Pipeline

  • 3.000 Ventilen

  • 80 Regel- und Messeinrichtungen

  • 1.000 Gasempfangsanlagen

  • 13 Verdichterstationen.

Auch während der Durchführung von Instandhaltungs- und Erneuerungstätigkeiten müssen die Kunden weiterhin mit Gas beliefert werden. Für Gasunie ist es eine Herausforderung, die möglichst unterbrechungsfreie Versorgung sicherzustellen. Deshalb erstellt Gasunie als erstes eine detaillierte Leitungsplanung. Auf der Grundlage dieser Pläne werden die Komponenten vorgefertigt, damit die Montage vor Ort so wenig Zeit wie möglich in Anspruch nimmt.

Gasunie kombiniert mehrere Lösungen von Leica Geosystems, die im Feld erfasste Laserscanningdaten direkt für den Auftraggeber und seine Subunternehmer verfügbar machen, um durch modernisierte Leica HDS-Workflows Zeit und Geld zu sparen.

Vor der Integration der Lösungen von Leica Geosystems war der Aufwand für die Bestandsaufnahme erheblich. Heute steht ein präzises Bestandsmodell binnen 24 Stunden zur Verfügung.


KOMBINIERTE VORGEHENSWEISE

Zur Beschleunigung und Verbesserung des Gesamtprozesses wurde in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur- und Beratungsbüro Advin ein 3D-Laserscanning-Pilotprojekt durchgeführt. Die Arbeitsabläufe wurden geprüft und durch Innovationen bei der Datenverarbeitung – den Einsatz der Leica JetStream-Software für vereinfachten Punktwolkenzugang und ultraschnelles Rendering – gestrafft.

Im Anschluss an die Planung, Vorfertigung und den Transport der Komponenten erfolgt deren Montage vor Ort. Die Installation wird mithilfe einer GNSS-Smartantenne Leica Viva GS16 und einer MultiStation Leica Nova MS60, die mit einem Tablet CS35 mit der Feldsoftware Leica Captivate verbunden ist, kontrolliert. In der Captivate-Software prüft die Flächenanalyse-App die Abweichungen zwischen Modell und Bestandsaufnahme und stellt fest, ob die neue Situation den Anforderungen von Gasunie entspricht.

Die gesamte Anlage wird anschließend mit der MultiStation oder einer Leica ScanStation P40 erfasst. Diese Messung wird unmittelbar im Feld verarbeitet und kontrolliert und dann über die mobile 4G-Datenverbindung des CS35 direkt auf den JetStream-Server hochgeladen.

„Das von Leica Geosystems entwickelte System optimiert unsere Abläufe perfekt. Von der Planungs- bis zur abschließenden Bauphase spart uns diese Vorgehensweise Zeit und damit Geld. Außerdem können sich die während des Baus gespeicherten Punktwolken mit Infrastrukturdaten noch viele Jahre später als nützlich erweisen. Darüber hinaus können wir auch Altlasten scannen und daraus echte 3D-Infrastrukturdaten mit neuen (künftigen) Funktionen generieren“, erklärt Sijbrand Stratingh, der leitende Pipeline-Ingenieur bei Gasunie.

NUTZUNG DES BRANCHENFÜHRENDEN PUNKTWOLKEN-PROJEKTSERVERS

Bei der Nutzung des JetStream-Servers profitiert Gasunie von einer ganzen Reihe von Vorteilen. So sind die Daten zentral in der Cloud verfügbar und bieten den beteiligten Ingenieuren direkten Zugang. Weil die Punktwolke online ist, kann Gasunie auf diese Daten auch einfach über TruView Global und/oder den JetStream-Viewer zugreifen. Die digitalen Daten der Realität können so bei Bedarf als Diskussionsgrundlage für fundierte Entscheidungen verwendet werden.

Die intelligente Punktwolkentechnologie von JetStream erlaubt die Anzeige und Nutzung von Daten über eine Onlineverbindung ohne Verzögerung oder Detailverlust. Es existiert nur eine Version der Punktwolke. Dementsprechend ist auch nur ein Backup erforderlich. Unnötige Datenkopien gehören damit der Vergangenheit an.


DIE ERSTE WAHL – WHEN IT HAS TO BE RIGHT

Dank der kombinierten Lösungen von Leica Geosystems kann der anhand der Punktwolke erstellte 3D-Plan nahtlos an die Bestandssituation angepasst werden. Gasunie muss nicht mehr laufend völlig neue Konstruktionszeichnungen erstellen. Die Aktualisierung des 3D-Modells reicht aus.

„Wir bemühen uns, immer mit moderner Hardware und Software zu arbeiten, um unseren Kunden optimale Lösungen zu bieten. Die Entscheidung für Leica Geosystems, einen zuverlässigen Hersteller von High-End-Produkten, fiel uns nicht schwer. Wenn wir einmal ein Problem haben, steht uns Leica Geosystems sofort hilfreich zur Seite“, berichtet Jeffrey den Ridder,  Vermessungstechniker bei Advin. „Sobald die erforderlichen Messungen durchgeführt sind, wird die ausgehobene Grube wieder zugeschüttet. Da bleibt keine Zeit für Verzögerungen durch Gerätefehler oder technische Defekte.”

Nach diesen ersten Tests zieht Gasunie eine sehr positive Bilanz in Bezug auf den neuen Workflow mit 3D-Laserscanning und sofortigem Hochladen der Daten über Jetstream in die Cloud mit Autodesk® AutoCAD® Plant 3D.

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