Das nicht ganz überraschende Geheimnis, um ein erfolgreiches Vermessungsunternehmen zu führen

Kundenprofil

David E. Titcomb, PLS, betreibt ein kleines, aber florierendes Vermessungsgeschäft in Falmouth, Maine, USA. Im Jahr 1969 gründete Davids Vater, Robert P. Titcomb, die Firma Titcomb Associates, die über zwei Niederlassungen verfügt und drei Vermessungsingenieure und sechs Messtrupps beschäftigt, und Leistungen für Hunderte von Kunden in Maine, New Hampshire und Vermont erbracht hat, darunter zahlreiche Ingenieurfirmen und die Straßenverkehrsbehörde von Maine (MaineDOT). Zu den wichtigsten Geschäftsentscheidungen der Firma gehören eine unerschütterliche Verpflichtung für hervorragende Leistungen und die Nutzung bestmöglicher Technologie. Es ist eine zukunftsgerichtete Strategie, die oft große Investitionen erfordert – Investitionen, bei denen viele Inhaber kleiner Firmen ins Zögern geraten. David Titcomb hat allerdings eine andere Sichtweise.

„Wir schauen immer, wie wir die Dinge für unsere Kunden leichter machen können“, sagt er. „Wir gehören beispielsweise zu den wenigen Vermessungsfirmen in unserer Region, die sowohl in MicroStation als auch in AutoCAD arbeiten. Die Behörde MaineDOT und viele Ingenieurfirmen bevorzugen die Zusammenarbeit mit uns, da sie von uns Dateien in den Formaten bekommen, mit denen sie am besten arbeiten können.“

Eine schnellere Lieferzeit bei hochwertigen Arbeitsergebnissen zu erreichen ist ein weiterer Ansatz, mit dem Titcomb Associates einen besseren Service bieten möchte. Zu diesem Zweck hat die Firma kürzlich nach Beratung mit dem Lösungsanbieter Maine Technical Source in zwei neue Technologien investiert. Eine davon ist der Leica GS18 T GNSS-Empfänger, der als der weltweit schnellste RTK-Rover gilt, und die andere ist die Leica Nova MS60 MultiStation, die einen Laserscanner und eine automatisierte Totalstation in einer Plattform kombiniert. Nach Aussagen von Titcomb haben sich diese Investitionen sowohl auf absehbare als auch überraschende Weise ausgezahlt.


GNSS, das doppelt so schnell ... und auch sicherer ist

GNSS, das doppelt so schnell ... und auch sicherer ist

Der GS18 T GNSS-Rover ist einer der technisch fortschrittlichsten Empfänger auf dem Markt. Es handelt sich sowohl um den schnellsten RTK-Rover als auch um den ersten, der eine wirklich „lotfreie“ Stablösung darstellt – das heißt, dass der GS18 T GNSS und Trägheitssensoren nutzt, um eine Antenne zu bilden, die ihre eigene Position immer genau kennt und natürlich weiß, wo sich das Ende des Stabs befindet. Er muss vor dem Gebrauch nicht kalibriert und vor Ablesungen nicht ausgelotet werden, und ist in Bezug auf magnetische Störungen absolut betriebssicher.

Als sich Titcomb mit dieser Investition beschäftigte, waren diese Möglichkeiten in Kombination mit dem „Vertrauensfaktor“ für ihn sehr viel wichtiger als der Preis.

„Mein Vater hat mit einem Theodolit von Wild angefangen, und wir hatten immer Vertrauen in die Geräte von Wild und jetzt Leica Geosystems – sie sind unerschütterlich. Ich war mir also sicher, dass dieser Empfänger wirklich so schnell war, wie er beworben wurde, und ich wusste, dass sich Schnelligkeit für uns auszahlen würde.“

Projektmanager Nicholas S. Elliston, PLS, sagt, dass das tatsächlich der Fall war.

„Wir haben den Unterschied bereits mit dem GS18 T festgestellt, der gegenüber unserem bisherigen Empfänger weitere Konstellationen und Frequenzen empfangen kann. Wir bekommen nun Daten an Orten, an denen wir zuvor keine RTK einsetzen konnten – das ist bahnbrechend.

Das gilt ganz besonders für die spezifischen Bedingungen in Maine.

„Es gibt hier viele Bäume, und wir haben ein gutes Gespür dafür entwickelt, wo wir mit unserer bisherigen RTK-Lösung arbeiten konnten – bei Abschattung durch Bäume war das in der Mehrzahl der Fälle nicht möglich“, fügt Elliston hinzu. „Mit dem GS18 T klappt das nun in den meisten Fällen. Das bedeutet, dass wir nicht noch einmal mit einer Totalstation zurückkommen müssen, und die eingesparten Fahrten sind natürlich ein großer Zeitgewinn.“

Die bessere Abdeckung und die schnelleren Ablesungen sind aber nicht die einzigen Vorzüge. Nach Elliston spart der kalibrierfreie Stab alleine bereits Zeit ein.

„Wenn die paar Sekunden wegfallen, die man bei jedem Durchgang benötigt, um einen Stab auszuloten, dann beschleunigt das die Arbeit um 20 bis 30 Prozent. Es macht sogar noch einen größeren Unterschied, wenn wir den Stab neigen können, um eine Messung genau von dem Punkt zu bekommen, den wir möchten – beispielsweise beim Bauen von Ecken oder die Linie unter einem Geländer. Wir erhalten genaue Positionen ohne zusätzliche Messungen oder Versatz und ohne, dass wir mit der Totalstation noch einmal zurückkommen müssen. Wenn wir alle diese Faktoren berücksichtigen, gibt es Projekte, die wir nun in der Hälfte der Zeit erledigen, die wir mit herkömmlichen Verfahren benötigen würden.“

Ein unerwarteter Vorteil des kippbaren Rovers war die Sicherheit.

„Wir führen viele Straßenvermessungen auf dem Maine Turnpike durch“, erklärt Elliston. „Ich arbeite oft nah am fließenden Verkehr, und ich kann jetzt einen Schritt weiter zurück bleiben, indem ich einfach den Stab hinaus lehne und die Messung ohne Ausloten vornehme. Die erhöhte Schnelligkeit ist klasse, ganz klar, aber das sicherere Arbeiten ist wahrscheinlich der größte Vorteil.“

Die Investition in einen fortschrittlicheren GNSS-Empfänger hat sich für Titcomb Associates gelohnt, und sie zahlt sich aus durch schnelleres Arbeiten, effektiveres Arbeiten in den Wäldern von Maine, weniger Arbeiten mit Totalstationen und eine höhere Sicherheit. Die Firma nutzte die hervorragende Leistung des neuen Empfängers sogar in noch größerem Umfang, indem sie für bathymetrische Vermessungen in ein Echolot-Kit investierte.

„Wir haben den GS18 T an das Echolot angeschlossen und sind nun in der Lage, bei Durchführung von bathymetrischen Vermessungen eine Messung pro Sekunde aufzunehmen“, sagt Titcomb. „Das ist ziemlich clever!“

Wie sieht es mit der Nova MS60 aus? Es war eine größere Wette auf eine weitere fortschrittliche Technologie. Hat sie sich für diese relativ kleine Vermessungsfirma in Maine ausgezahlt?


Die Amortisierung einer Scanning-Totalstation

Die Amortisierung einer Scanning-Totalstation

Auf die Frage, ob er Bedenken hatte, in eine MultiStation zu investieren, die beinahe doppelt so teuer wie eine wirklich gute automatisierte Totalstation war, antwortet Titcomb ganz offen.

„Sicher, so etwas ist eine kostspielige Option für unsere relativ kleine Firma, und hatte mich gefragt, ob unsere Messtrupps auch in der Lage sein würden, die Technik voll auszunutzen.“

Was hat ihn also dazu bewogen, diesen Schritt zu wagen?

„Mein Vater war immer überzeugt, dass eine Vermessungsfirma in der Lage sein muss, viele Informationen in so kurzer Zeit wie möglich zu sammeln, denn Zeit ist nun einmal Geld. Ich stimme darin zu, und ich habe auch entschieden, dass wir jetzt nur automatisierte Totalstationen kaufen werden, da sie uns eine enorme Flexibilität und Leistung bieten“, erklärt Titcomb.„Zuerst einmal ist die MS60 eine großartige und sehr schnelle automatisierte Totalstation. Diese durch Scanning zu ergänzen, hat für uns Sinn ergeben. Mit ihr können wir Arbeiten erledigen, die wir vorher nicht machen konnten, sie ist bei manchen Projekten viel schneller, und, ganz wichtig, ich wusste bereits, dass wir einige Arbeiten hatten, die wir mit einem Scanner viel sicherer ausführen können.

Dabei dachte er an Straßenbauprojekte, eines der größten Schwerpunktfelder von Titcomb Associates. Die Firma vermisst für eine Reihe technischer Berater regelmäßig Brücken, Straßen und Kreuzungen. „Für Fernstraßen- oder Autobahnprojekte werden für uns immer Fahrspuren gesperrt, es gibt aber einige Stellen, wie zum Beispiel an Auffahrten, wo es wirklich schwierig ist, eine Spur zu sperren und das dann auch sicher zu machen“, erklärt Titcomb. In diesen Situationen stellen die Messtrupps von Titcomb nun die Nova MS60 in einigem Abstand von der Straße auf und nutzen die Scanning-Fähigkeiten, um eine schnelle und genaue topographische Flächenaufnahme zu erstellen, ohne sich dem Verkehr nähern zu müssen.

Beim Vermessen von Brücken sind die Sicherheitsvorteile des Scannings sogar noch offensichtlicher.

„Wir befanden uns auf Leitern, nah am Verkehr, wenn wir Brücken vermessen mussten“, erklärt Titcomb. „Es war sehr unsicher. Das müssen nun nie wieder auf diese Weise machen.“

Stattdessen können die Messtrupps die gesamte Brückenfahrbahn in wenigen Minuten und mit größerer Genauigkeit als zuvor und von einem sicheren Blickwinkel vom Boden aus vermessen.

Neben Straßenbau- und Brückenprojekten ist die Nova MS60 bei Titcomb Associates mit gewöhnlichen Ingenieurprojekten und Unterstützungsprojekten für Architekten ausgelastet. Die Firma erkannte früh, dass die meisten ihrer Kunden keinen Wert darauf legen, wie die Daten gesammelt werden, und nur sehr wenige in ihrer Region wollten als Arbeitsergebnis eine Punktwolke. Die MS60 kann, wenn sie als Scanner genutzt wird, die meisten dieser Arbeiten übernehmen – topografische Aufnahmen, Bestandsaufnahmen, Straßenquerschnitte, Standortüberwachung, Innenraumvermessung von Gebäuden etc. – und das viel schneller als konventionelle Vermessung und sicherer, wobei sehr viel mehr Daten gewonnen werden. Ein wichtiger Nebeneffekt ist die Möglichkeit, die Punktwolkendaten mit der Software Leica Captivate im Feld anzusehen. So kann man sichergehen, dass der Messtrupp alles erfasst hat, was benötigt wird, bevor die Mitarbeiter ins Büro zurückkehren, sodass erneute Fahrten an den Einsatzort vermieden werden.

„Wenn wir all das machen können“, sagt Titcomb, „dann spielt es keine Rolle, ob der Kunde weiß, dass wir einen Scanner einsetzen – wir bekommen trotzdem viel mehr Arbeit in hoher Qualität erledigt und verdienen Geld damit.“


Ein solides Geschäftskonzept

Ein solides Geschäftskonzept

Eine Verpflichtung zur Qualität und zum Arbeiten mit der neuesten Technologie ist nichts für schwache Nerven, und es ist nicht zwangsläufig die richtige Strategie für jede Vermessungsfirma. Für Titcomb Associates ist es aber eine Strategie, die sich über beinahe fünf Jahrzehnte bewährt und die Firma zu einem der vertrauenswürdigsten Vermessungsspezialisten in Neuengland, USA, gemacht hat.

„Es ist so, wie mein Vater immer sagte – du musst Geld ausgeben, um Geld zu verdienen“, sagt Titcomb. „Nach unserer Erfahrung stimmt das. Geld für fortschrittliche Ausrüstung von einem zuverlässigen Lieferanten auszugeben, hat für uns immer funktioniert.“

Titcomb

Die Firma vermisst regelmäßig Brücken, Straßen und Kreuzungen für eine Reihe von technischen Beratern. Die Messtrupps von Titcomb stellen die Nova MS60 ein gutes Stück von der Straße entfernt auf und nutzen die Scanning-Fähigkeiten, um eine schnelle und genaue topographische Flächenaufnahme anzufertigen, ohne in die Nähe des Verkehrs zu gelangen.

Titcomb

Beim Vermessen von Brücken und Straßenüberführungen sind die Sicherheitsvorteile des Scannings offensichtlich. Anstatt auf Leitern klettern zu müssen, um die Daten zu gewinnen, können die Messtrupps die gesamte Brückenfahrbahn in wenigen Minuten und mit größerer Genauigkeit scannen, und das von einem sicheren Blickwinkel am Boden aus.

Titcomb

Durch die Möglichkeit, die Punktwolkendaten mit der Captivate-Software im Feld anzusehen, wird sichergestellt, dass der Messtrupp alle benötigten Daten erfasst hat, bevor die Mitarbeiter ins Büro zurückkehren, sodass erneute Fahrten zum Einsatzort vermieden werden.

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